Nahverkehr in Curitiba
Straßenbahn

Die Entwicklung der Straßenbahnen wurde von ausländischen Firmen übernommen. Die brasilianische Boaventura Clapp erwarb 1883 die Konzession und gründete die Empresa Ferro Carril Curitybano (EFCC). Am 8. November 1887 wurde die erste Linie eröffnet. Clapp verkaufte die EFCC im Jahre 1895 an die Amazonas & Company. Im Jahr 1910 erwarb die Südbrasilianischen Eisenbahnen die EFCC. Die neue englisch-französische Firma übernahm die Straßenbahnbetrieb in Curitiba und beauftragte Brown, Boveri & Cie mit der Elektrifizierung. 1911 wurden 29 elektrische Straßenbahnen bei Les Ateliers Métallurgiques in Belgien bestellt. Der elektrische Straßenbahndienst in Curitiba wurde im Januar 1913 aufgenommen. Die neuen belgischen Elektrofahrzeuge hatten schwenkbare Stromaufnahmehebel, um die an den Seiten der Straßen angeordnete Oberleitung zu erreichen, die in Südamerika einzigartig war. Die Gemeinde übernahm 1924 die Südbrasilianischen Eisenbahnen. 1928 ging die Bahn an die Companhia Força e Luz do Paraná (CFLP), eine Tochtergesellschaft des nordamerikanischen Konglomerats Electric Bond & Share. Im Jahr 1945 verkaufte sie ihre 38 Fahrzeuge und 28 km Schienen an die neuen städtischen Agentur, Companhia Curitibana de Transportes Coletiv. Die Straßenbahnaktivitäten in Curitiba endeten im Juni 1952. Curitiba war eine der ersten brasilianischen Großstädte, die ihr Straßenbahnsystem aufgaben.


St. Thomas und Prinzeninsel
23. 1. 2016

LZ 129 Hindenburg vor 80 Jahre in Südamerika